Eine länder-umspannende Küche

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Sie ist mittendrin. Die Küche von Hans Peter Löw ist nicht nur Teil des Wohnbereiches. Mehr noch, der offene Raum ist Mittelpunkt des Hauses. „Herausragender sind eigentlich nur noch meine Bücher“, sagt der Direktor der Heinrich-Mann-Schule. Doch auch die treten in den Hintergrund, wenn es um Kochen und gutes Essen geht.
„Jeden Tag ein frisches Gericht.“ Man glaubt es dem Pädagogen sofort, wenn man ihn beobachtet. Beim Vorbereiten des Salates geht ihm das Messer locker von der Hand, routiniert dreht er die brutzelnden Hähnchenteile in der Pfanne. Hans Peter Löw hat Germanistik, Soziologie und Philosophie studiert. Von jung an haben die geistigen Genüsse einen festen Platz in seinem Leben. Aber auch den Gaumenfreuden reserviert er in seinem angefüllten Alltag gerne Zeit. „Kochen ist mir ein Ausgleich“, verrät er.
Das beginnt schon mit dem Einkauf. Der Samstag ist gesetzt. Dann gehen Hans Peter Löw und seine Lebensgefährtin zum Bummel über den Offenbacher Wochenmarkt. „Frisch“ ist das Zauberwort in der Löwschen Küche. „Bei uns gibt es viel Salat und Gemüse, gutes Fleisch und Fisch“, erzählt der Schulleiter. Für das Opulente hat er wenig übrig, eher schon für das Gesunde. Raffiniert sind die Rezepte des geübten Hobby-Küchenmeisters aber schon: „Ich wiege nicht ab und würze nicht grammgenau, aber ich hole mir viele Anregungen.“ Bemerkbar machen sich dann auch die kulinarischen Einflüsse, die das Paar von seinen Reisen mitbringt, zuletzt standen China, Italien und die Sonneninsel Madeira auf dem Programm.
Von dieser länderumspannenden Küche profitieren dann Freunde und Familienmitglieder, die sich am Tisch in der gemütlichen Küche zusammenfinden. „Familie ist wichtig“, betont Löw. Auch Lesen ist wichtig und der Besuch von Kunstausstellungen. Allem voran aber natürlich der Beruf. „Ich bin immer noch gerne Lehrer und genieße den Kontakt mit den Schülern.“ Seit 2001 ist Hans Peter Löw an der Heinrich-Mann-Schule tätig, anfangs als stellvertretender Schulleiter, zwei Jahre später in vorderster Reihe. Begonnen hat er seine pädagogische Laufbahn in der Erwachsenenbildung, inzwischen kennt er die Schulwelt in fast allen Facetten, vom Abendgymnasium bis zum Lehrerseminar. „Die Anforderungen haben sich verändert, manchmal verwalte ich nur noch Zahlen“, gesteht er ein. Nach wie vor weiß er aber, wie er den Bogen zum engagierten Lehrer-Sein schlägt: „Ich unterrichte weiterhin gerne und wenn es passt, koche ich auch mal mit den Schülern.“

Sesam-Hähnchen mit Avocado-Birnen-Salat

Für 2 Portionen:
1 EL Pinienkerne
1 Avocado
2 Birnen
½ Limette oder Zitrone
1 EL Öl
Salz
Pfeffer
1 Ei
2 Hähnchenbrustfilets
Sesam
Mango-Chutney und/oder Asia-Soße

Ei trennen. Hähnchenfilets abspülen und trocken tupfen, salzen, pfeffern, mit Eiweiß bestreichen und in Sesam wenden.
Die Hähnchenfilets bei mittlerer Stufe von jeder Seite 4 Minuten anbraten. Dann bei 150 Grad im Backofen nachgaren.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett zart anrösten. Limette auspressen. Avocado und Birnen schälen und in schmale Spalten schneiden. Limettensaft und Öl dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsichtig mischen. Pinienkerne darüber streuen.

Die Hähnchenbrustfilets zum Servieren in Scheiben schneiden. Mango-Chutney und /oder Asia-Soße dazu reichen.

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